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Le Livre

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Geschichte der ABW - Das Buch

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Wieso besetzten Wandervögel 1922 eine Ruine, um danach fast zu verhungern?

Was zog 1930 den indischen Philosophen und Literatur-Nobelpreisträger Rabindranath Tagore auf die abgelegene Waldeck?

Wie konnten Waldecker von 1931 bis 1933 rund 50.000 Kilometer durch die Welt fahren, ohne Geld zu haben?

Warum hassten 1933 die Nazis diese Kerle so?

Wieso flog 1969 auf der Waldeck eine Bühne in die Luft?

Warum wurde um die Waldeck 20 Jahre lang prozessiert?

Warum gibt es heute dort zwei Vereine?

Wieso spricht man von den tausend Liedern der Waldeck?


Die Festivals Chanson Folklore International in den sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts auf Burg Waldeck lösten die deutsche Lied-Renaissance aus. Sänger aus vielen Ländern und Liedermacher wie Franz Josef Degenhardt, Reinhard Mey, Hannes Wader und viele andere fanden hier ihr Publikum.
Dies geschah nicht von ungefähr. Schon am Anfang des letzten Jahrhunderts siedelten hier Wandervögel und betrieben Landwirtschaft. Eine riesige Jugendburg wollten sie auf dem Gelände der besetzten Ruine bauen. Zunächst entstanden Bauhütten. Seit Anfang der 20er Jahre zogen die “Nerother Wandervögel” auf “Kreuz- und Querzügen” mit Gesängen und Theateraufführungen durch die Welt. Zurück brachten sie Lieder und Kontakte. Rabindranath Tagore besuchte sie. In die Hitlerjugend wollten die meisten sich nicht eingliedern lassen. Sie wurden verfolgt. Manche wurden in Konzentrationslagern geschunden oder gingen ins Exil. Ihr Bundesführer Robert Oelbermann starb 1941 im KZ Dachau.
Nach Weltkrieg II sammelten sich die Überlebenden in der 1934 von Robert Oelbermann gegründeten und dann verbotenen „Arbeitsgemeinschaft Burg Waldek e.V. (ABW)“. Junge Leute aus Jugendbünden, vor allem Jungenschaften, und aus musischen Kreisen kamen hinzu. Sie bauten weitere Hütten und Häuser und organisierten die Chanson-Folklore-Festivals. Die Burg Waldeck entwickelte sich immer mehr zu einem musisch-kulturellen Zentrum mit Liederfestivals, Theater- und Tanzaufführungen, aber auch Vorträgen und Seminaren: Erich Fried besuchte die Waldeck, Walter Grab aus Tel Aviv sprach über Heinrich Heine und den deutschen Vormärz. Nach der Wende kamen Walter Janka und Theo Pinkus. Auch Liedermacher aus der Ex-DDR, die die Waldeck kennenlernen wollten, traten auf.
Eine neue Burg baute ab 1957 unter Karl Oelbermann, dem Zwillingsbruder von Robert, der “Nerother Wandervogel – Bund zur Errichtung der Rheinischen Jugendburg”. Sie liegt heute, meist gut verschlossen, hinter einem Zaun und zeugt von den nach der Nazizeit entstandenen ideologischen Gegensätzen.
Die von der ABW getragene Burg Waldeck ist ein offener Platz mit Häusern, Hütten und einer Bühne, und zählt heute im Jahr etwa 12.000 Übernachtungen von jugendlichen Gästen. Ein lebendiger Platz, aber auch ein Ort der Zeitgeschichte, ein deutscher Gedächtnisort. Jetzt ist seine spannende Geschichte und vieles mehr nachzulesen und anzuschauen in:

Hotte Schneider: Die Waldeck. Lieder Fahrten Abenteuer.

Die Geschichte der Burg Waldeck von 1911 bis heute. Mit einer Einleitung von Jürgen Reulecke und Beiträgen von Eckard Holler, Hanns Dieter Hüsch, Jürgen Jekewitz, Dieter Kalka, Almut Körting, Stefan Krolle, Ali Kuhlmann, Klaus Peter Möller, Ursula Prause, Tom Schroeder, Norbert Schwarte, Günter Seifert, Herbert Swoboda und Arne Voss.
Arbeitsgemeinschaft Burg Waldeck Hg., Potsdam (Verlag für Berlin-Brandenburg) 2005, 552 Seiten mit vielen teils farbigen Bildern, gebunden, 29.50 Euro. ISBN 3-935035-71-3.
Zu beziehen über www.jugendbewegung.de/verlag; www.steintafel.de; www.contraermusik.de.

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traduction en ligne:
FoxLingo English French

Hotte Schneider: Die Waldeck

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Infos: hier klicken!


Die CD-Sonderausgabe

Die Festival - CDs 1964 - 1968

 



peterrohland_01 

Ausstellung bei ver.di
Der Sänger, Liederforscher und Liedermacher Peter Rohland, die Waldeck-Festivals und das politische Lied der 1848er Revolution

Die Peter Rohland Stiftung lädt herzlich ein zur 
Eröffnung der Ausstellung am

Montag, den11. Oktober 2010, um 19.30 Uhr